First and Last and Always

In den VHS Kursen stelle ich zum Ende hin gerne eine Gegenüberstellung der ersten und letzten Kursarbeit zusammen, so dass man erkennen sollte, ob der Kurs überhaupt einen Effekt auf den jeweiligen Teilnehmer hatte.
Letzte Woche lief wieder ein 6-Wochenkurs aus und ich zeige hier die Arbeit von einer Teilnehmerin, die sich stark für illustrative Arbeiten begeistert.

Im direkten Vergleich fällt sofort auf, dass ihr letztes Portrait mehr Platz bekommen hat, der Abstand zum Rand lässt das Motiv “atmen”, ihre Handschrift ist sauberer und kontrollierter, und viel feiner geworden, sie schraffiert nun, verwischt und schraffiert erneut und verwischt wieder und genau mit diesen kleinen Schritten hat man eine bessere Kontrolle über das Ergebnis. Ihr findet dicke und feine Linien, eine Gewichtung wird angedeutet, ist aber ebenso weich und das steht im harten Kontrast zu ihrer gröberen Holzschnitt-Technik, die man in den ersten Terminen erlebt hatte, ein grosser Wandel hat hier stattgefunden und ich bin sehr optimistisch, was ihre Illustrator-Laufbahn angeht.  😉

On the roof

Bereits zum achten Mal haben wir uns dieses Jahr im Unperfekthaus zum Zeichnen getroffen. Die Teilnehmer kommen aus meinen VHS-kursen und Seminaren und fanden sich dieses Mal auf der Dachterasse zusammen, denn seit einer Woche haben wir ja scheinbar Sommer und die 28°C Marke wurde wohl auch schon überschritten.

Interessenten, die gerne mitzeichnen oder aber Modell stehen wollen, können mich gerne anschreiben. Wir freuen uns immer über neue Gesichter.

Loreleier

Bei jedem Seminar  taucht früher oder später das Thema “HAARE” auf, an dem so mancher Zeichner gerne verzweifelt. Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, und die Teilnehmer mit dem gröbsten Alptraum zu konfrontieren, dem ein Zeichner ausgesetzt sein kann, setze ich mir irgendwann diesen Wahnsinn auf, der in erster Linie aus Glanzlichtern, dowen Locken und ZUVIEL Textur zu bestehen scheint. Davon ab ist das Ding puckewarm, quasi so atmungsaktiv wie Fiberglas.

Das Thema Haare darf man im Grunde genauso angehen, wie man das mit dem Gesicht macht. Man beginnt mit einer äusseren Kontur, stürzt sich dann auf Volumen und die Flächen, arbeitet sich dann per Schraffur zu den hellen Bereichen vor und erst ganz am Ende kommt das, was manche gerne von Anfang an einzeichnen, die Textur – Haarlinien. Saubere harte Linien, die möglichst geschwungen eingetragen werden.

Bei dieser Mähne macht es Sinn, sich bei einer Vorgabe-Zeit von 10 – 12 Minuten vor allem auf 2-3 Details zu konzentrieren, die man dann ausarbeitet, und der Rest wird angedeutet.
Der neue Malkurs ebenso wie unsere freie Zeichenrunde befinden sich offiziell in der Osterpause, unsere Whatsapp Gruppe schläft aber trotzdem nicht. Frohe Ostern zusammen und entspannte Feiertage!  😉

So langsam wirds ;)

Am letzten Wochenende fand das bereits fünfte Power Seminar an der VHS Essen bzw dieses Mal im KuFo Steele statt, das angenehmerweise in meinem Stadtteil liegt. Bei der eisigen Kälte und dem Schneetreiben draussen, konnte man sich dort richtig gut einmummeln. Und wie auch bei den anderen Wochenenden traf ich dieses Mal auf Teilnehmer, die ich mir nicht mal hätte ausdenken können. 😀 Schon deshalb freu ich mich schon auf den nächsten Termin, Anfang Mai, wieder in Steele, wieder mit mir und wieder mit einem Batzen Theorie und Aufgabenstellungen. Nicht einfach und 2 Tage lang jeweils 6 Stunden zeichnen ist nicht ganz ohne, aber doch meist sehr effektiv, wie auch dieses Wochenende wieder gezeigt hat.

Mittwoch Abend

Wilde Wochen, viel zu tun und zwischendurch gerade noch Platz für die Zeichenkurse aber die Runden machen immer mehr Spasss, die Korrekturen werden ausführlicher und inzwischen weiss ich auch, was ich sagen muss, wenn mich ein Teilnehmer fragt: “Wenn ich richtig viel übe, richtig viel, Benno – sag, kann ich dann überhaupt JEMALS besser werden???” …

Natürlich NICHT 😀

Mit Jammern kann man nämlich ziemlich genau überhaupt GAR NIX werden. 😉

Dieselbe Teilnehmerin hat in der laufenden Ausstellung des KuFo Steele derzeit eine Arbeit hängen, die selbst wenn man direkt davor steht, immer noch wie ein Foto ausschaut. Das Abzeichnen von Fotos führt oft zu undynamischen und zu präzisen Ergebnissen, die Arbeit im KuFo ist aber eine bemerkenswerte Ausnahme.

Wie es sein kann, dass die Acrylarbeiten photorealistisch sind, die Zeichnungen aber unsicher hab ich noch nicht verstanden, aber ich bleib auf jeden Fall dran!
Gute Nacht!

Analog vs Digital

Da das Thema im letzten Kurs auf kam, hab ich mal versucht, es an einem Beispiel zu verdeutlichen.

Beim Zeichnen bestimmt man selbst die Dicke und Schwere der Linien. Am Rechner zieht man die Linien, verdickt die Konturen.

Der Zeichner füllt seine Flächen mit Schraffuren, eine digitale Zeichnung hingegen arbeitet hier mit Verläufen, was schnell steril aussehen kann. Der Aufwand ist hier also um einiges höher und mein Hauptargument dafür, weshalb ich die Kurse an der VHS geben wollte.   😉